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Metall spanlos in eine gewünschte Form bringen
Beim Schmieden unterscheidet man zwischen Warm-, Halbwarm- und Kaltschmieden. Unterscheidungskriterium ist die Temperatur, bei der die Objekte bearbeitet werden.

Beim Warmschmieden liegt die Arbeitstemperatur zwischen 950 bis 1250 Grad Celsius. Vorteile sind große Umformbarkeit und geringe benötigte Umformkräfte.

Beim Halbwarmschmieden beträgt die Arbeitstemperatur 750 - 950 Grad Celsius. Vorteile hierbei sind geringes Verzudern der Oberfläche sowie engere Maßtoleranzen als beim Warmunformen.

Das Kaltschmieden findet bei Raumtemperatur statt und findet besonders Anwendung bei Edelmetallen, Bronze, Kupfer und Messing.

Anhand der Glühfarbe erkennt der Schmied die Temperatur des Stahls. Bei 1250 Grad glüht er weißgelb, bei 800 Grad dunkelrot. Ist die ideale Schmiedetemperatur erreicht kann der Schmied mit Amboss und Luftschmiedehammer das Material bearbeiten, umformen und veredeln.

Je öfter Stahl erhitzt wird, desto mehr verliert er an Qualität. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass der Schmied so selten wie nötig das Material wiederholt erhitzt.

Schmieden bedeutet aber nicht immer hochwertige Gegenstände wie Messerklingen herzustellen. Im Alltag werden oft diverse Gegenstände wie Haken oder Pfeilspitzen benötigt. Diese können in jeden gut glühenden Lagerfeuer oder unter zu Hilfenahme eines Blasebalges angefertigt werden. Daher schmieden wir oftmals kleine Gegenstände nachdem der Perlenwickler mit seiner Arbeit fertig ist oder umgekehrt. Die Herstellung von Kaltschmiedeerzeugnissen wie Fibeln oder Gewandnadeln gehört ebenfalls zu unseren Repertoire.

Der Film entstand 2010 auf einem Mittelaltermarkt und zeigt die ersten Schmiedeversuche eines Mitglieds unseres Vereins.